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„Gute Nacht, Frau von Saint Sue; nun iſt Ihnen der Weg unverſperrt zu dem Schauplatz Ih⸗ res Unvermögens, das Schickſal, das Ihnen aufer⸗ legt iſt, zu tragen. Ich hindere Sie nicht, Ihre Wallfahrt dahin zu unternehmen, und werde es nie mehr thun.“
„Ach, mein Herr! ſind es der vernichtenden Worte, die Sie ausgeſprochen haben, nicht genug, daß Sie noch weitere hinzuzufügen brauchen?“
„Die Wahrheit hat niemals eine vernichtende Wirkung, wenn man ſie recht verſteht. Man macht es wie der Baum, welcher ſeine ſtolze Krone beugt, aber ſie nachher wieder aufrichtet.“
Hierauf entfernte ſich Arlik.
Gabriella kehrte in ihre Wohnung zurück. Lang blieb ſie am Fenſter ſtehen und ſchaute in die ſtille Nacht hinaus, die Hände zum Gebet gefaltet; dann ging ſie, die Ruhe aufzuſuchen, während ſie bei ſich dachte:
„Gott hat dieſen Mann mir auf den Weg geſandt.“
VII.
Der folgende Tag verging, ohne daß Alrik ſich zu Wettersnäs ſehen ließ.
Gabriella hatte augenſcheinlich erwartet, daß er kommen würde, denn ſie verließ ihre Wohnung den ganzen Tag nicht. Als auch der nächſte Tag zu Ende ging, ohne daß er Etwas von ſich hören ließ, gab ſie am dritten Morgens früh Befehl, ihr Pferd


