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ken Sie als ein Chriſt, öhne an etwas Anderes, als an das Gute zu denken, welches Sie mit Ihren Reichthümern und Ihrem Herzen ausrichten können. Fliehen Sie die Einſamkeit, die Ihnen ſo werth iſt, und faſſen Sie den Entſchluß, groß und edel zu handeln. Den Frieden, den Troſt, um welchen Sie jetzt vergeblich Gott anrufen, werden Sie dann fin⸗ den. Sie haben dann als ein Menſch Ihren Platz im Leben ausgefüllt und nicht einer elenden Selbſt⸗ ſucht Ihre beſten Kräfte aufgeopfert. Schwach, ja verächtlich ſchwach iſt der Menſch, welcher nicht in dem Nutzen, den er ſtiften kann, Troſt ſucht, nicht aus dem Schooße des Schmerzes in die Arme der Thätigkeit flieht, ſondern ſich maßloſen Klagen über das, was nicht mehr zu ändern iſt, hingibt.“
Alrik hielt an.
Gabriella hatte das Angeſicht mit den Händen bedeckt. Sie weinte. Trotz der Dunkelheit konnte Alrik aus Ihrer ganzen Haltung abnehmen, daß ſie ſich wie zermalmt fühlte.
Ein langes, ſehr langes Stillſchweigen trat ein; endlich erhob Gabriella den Kopf und reichte Alrik die Hand, indem ſie aufſtehend hinzuſetzte:
„Sie haben Recht; Ihre Worte ſind mit Flam⸗
b.
menſchrift in mein Herz gegraben.— Gute Nacht!.
Ich danke Ihnen!“ ſchloß ſie mit bebender Stimme.
Alrik faßte mit einer lebhaften Bewegung ihre Hand, ließ ſie aber ſogleich wieder los und ſagte, ohne daß ſein Ton Etwas von den mildern Gefüh⸗ len verrieth, welche in ſeinen Zügen zu leſen waren, in der Dunkelheit von Gabriella unbemerkt blieben:


