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rakter ſo viel, um zu wiſſen, daß Sie hier, um⸗ geben von dieſer dunkeln Racht, ebenſo ſicher ſind, als wenn Sie in Geſellſchaft Ihrer Anverwandten im Salon ſäßen.“
Bei dieſen Worten faßte er Gabriella's Hand und führte ſie zu einer der Ruhebänke im Garten. Nach⸗ dem er ſie beſtimmt hatte, ſich niederzulaſſen, nahm er neben ihr Platz.
Es trat eine kurze Pauſe ein; darauf nahm Al⸗ rik wieder das Wort: ſ
„Ich kenne die Beſchaffenheit Ihres Kummers, obſchon Sie es nicht glauben, und finde die Art und Weiſe, wie Sie denſelben tragen, ſchwach und eines Chriſten unwürdig.
„Herr Welwort, wenn Sie von demſelben Kennt⸗ niß hätten, würden Sie mich nicht ſo ſtreng beur⸗ theilen,“
„Doch gerade deßhalb, und Sie müſſen mich an⸗ hören, ohne ſich durch meine Worte verwundet zu fühlen. Laſſen Sie dieſelben vielmehr zu Ihrem Verſtand und Herzen dringen und die Wirkung her⸗ vorrufen, daß Sie mit der Kraft eines wahren Chriſten Ihre Leiden ertragen. Es gibt ein Ereig⸗ niß in Ihrem Leben, das Ihre endloſe Gewiſſens⸗ qual hervorgebracht hat. Sind Sie wirklich der Au⸗ ſicht, durch dieſe ſtumme, müßige Verzweiflung, dieſe Abſonderung von Andern das, was Sie verbrochen zu haben glauben, fühnen zu können? Sie werden antworten:„ich entſage ja Allem, was das Leben erheitern kann, zur Buße für das, was ich gefehlt habe.“— Aber ich muß Ihnen antworten: damit fühnen Sie Nichts. Nicht durch eine paſſive Ver⸗


