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kam und ſich nach ſeinem Bruder erkundigte, erhielt er zur Antwort, daß derſelbe kaum heimgekehrt, ſich ſogleich wieder auf den Weg gemacht habe;— wo⸗ hin, wußte man nicht.
VI.
Als ſich in Wettersnäs Jedermann zur Ruhe be⸗ geben hatte, erſchien eine weiße Frauengeſtalt auf der Veranda. Sie ſtieg die Treppe hinab, ſchlug den Weg nach dem Garten ein und wandte ſich ge⸗ gen das Pförtchen, welches nach dem Walde und der Bergſpitze führte. 5
Gerade als ſie das Pförtchen öffnete und hinaus⸗ treten wollte, ſtellte ſich ihr eine hochgewachſene Mannsgeſtalt entgegen. Sie zog ſich erſchrocken zu⸗ rück, aber als ſie in demſelben Momente zu ihm aufſah, rief ſie:
„Ha, Sie hier, mein Herr!“
„Ja,“ antwortete Alrik in ruhigem und ernſtem Ton.„Ich bin hier, um Sie daran zu hindern, den Berg zu beſuchen und ſich dort Frinnerungen zu überlaſſen, welche Ihr Inneres verzehren und auf⸗ reiben. Dieſes traurige und zweckloſe Brüten über der Vergangenheit muß aufhören.
„Muß!“ wiederholte Gabriella.
„Ja, ich ſage: muß, weil ich aus Rückſicht auf Ihren Kummer noch nicht die ungeſchminkte Sprache der Wahrheit geredet habe. Nun bin ich hier, um dieß zu thun, Die Gemüthsbewegung, der Sie heute Abend zum Raub wurden, zeigte mir den ganzen


