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Ihrem erfindungsreichen Gehirn geboren zu werden?“ bemerkte Alfhild.
„Sie thun ſehr wohl daran, meine Gnädige, meine Erfindungsgabe, ſowie meinen Scharfſinn nicht in Zweifel zu ziehen. Im entgegengeſetzten Fall würde ich Ihnen einen ſchlagenden Beweis von die⸗ ſen meinen beiden Vorzügen gegeben haben.“
Mit dieſen Worten zog Alrik den Seſſel, worauf er ſaß, näher zu Alfhild heran. Clara hatte da⸗ gegen Ernſt eingeladen, Platz zu nehmen; ſie ſelbſt ſetzte ſich in die Mitte des kleinen Kreiſes, welcher ſich um den Sopha, worauf Gabriella ſich befand, ge⸗ bildet hatte. Dadurch, daß er ſich mit dem Seſſel, in welchen er ſich etwas nachläſſig geworfen, eine Schwenkung machte, war es ihm gelungen, die Ecke, in welcher Gabriella niedergefunken war, ganz zu verdecken, und als Clara auf dem andern Seſſel Platz nehmen wollte, faßte er denſelben und gab ihm einen ſolchen Ruck, daß die Lehne einen weiten Schirm bildete, hinter welchem Gabriella ganz und gar vor jedem Blicke verſchwunden war.
„Und welcher Beweis wäre dies?“ fragte Alf⸗ hild trotzig.
„Soll ich es laut ſagen, oder Ihnen nur zu⸗ flüſtern?“ fragte Alrik ſpottend und ärgerlich.
„Zwiſchen Ihnen und mir gibt es kein Ge⸗ heimniß,“ entgegnete Alfhild, indem ſie Alrik einen ſtolzen Blick zuwarf.
„Da haben Sie Recht; aber ich könnte ja zu⸗ fällig mittelſt meines Scharfſinns Etwas von Ihren Heimlichkeiten entdeckt haben.“
„Erlauben Sie mir, das zu bezweifeln.“


