Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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Bekümmerniß als Erbitterung in ſeiner Stimme, als er ſagte:

„Verzeihen Sie mir, gnädige Frau, die Ueber⸗ raſchung, zu finden, daß ſie meinen Bruder kennen, hat mich ſo verblüfft, daß ich außer Acht ließ, ihn vorzuſtellen— etwas, das ich doch zu thun ſchul⸗ dig war, da ich mir dieſe Gunſt von Ihnen aus⸗ gebeten. Ich hätte mich hüten ſollen, zu bemerken zu geben, daß Sie ihn früher ſchon kannten, da Sie nicht wollten, daß ich das wiſſen ſollte.“

Gabriella legte ihre Hand in die Alriks und ſah zu ihm auf, indem ſie antwortete:

„Ihr Bruder war für mich ein Fremdling.“

Ihr Ton hatte einen unabweislichen Ausdruck von Wahrheit. Ganz leiſe ſetzte hinzu:

„Geben Sie mir einige Augenblicke, um mich zu faſſen. Lenken Sie die Blicke dieſer Leute von mir ab; ich leide.“

Alrik ließ ihre Hand los. Er wechſelte die Farbe, antwortete aber ſanft:

„Dieß war das erſte Begehren, das Sie an mich ſtellten.“

Darauf wandte er ſich zu Clara und ſagte ganz munter:

„Sie, Fräulein Clara, werden ſich doch immer in meine Handlungen miſchen, treten dazwiſchen und richten Verwirrung an. Jetzt haben Sie mir meine ſo ſchön ausgedachte Scene geſtört.“

„Sie war wohl recht ſinnreich, da Herr Welwort ſie ausgedacht hat. Oder ſollte der glücklichen Idee jetzt erſt die Ehre zu Theil geworden ſein, in