Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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und heiteres Gepräge wieder an, und ſie ſagte unter herzlichem Lachen:

Es wäre viel beſſer, liebſte Alfhild, wenn Du, anſtatt es darauf anzulegen, den uneinnehmbaren Alrik gewinnen zu wollen, den feſten Entſchluß faß⸗ teſt, Ernſts unbeſchränkte Liebe Dir zu ſichern. Siehſt Du, mein Kind, der junge Mann iſt trotz ſeines ruhigen und etwas ſtrengen Aeußern keine Felſen⸗ natur, ſondern ein Menſchenkind, in deſſen Bruſt die Leidenſchaften ſich tummeln, und der ſich wohl in Feuer und Flammen ſetzen läßt. Herr Gott, wie wollte ich ihn verliebt machen, wenn ich das Unglück hätte, Neigung für ihn zu fühlen.

Du glaubſt, das ſei eine ſo leichte Sache, be⸗ ſonders wenn ſein Herz nach einer andern Seite hin gebunden iſt?.

Ja, bei Ernſt iſt dies kein ſo ſchweres Stück Arbeit, meinte Clara lachend,das kann ich Dich verſichern.

Und gleichwohl iſt es mir nicht gelungen.

Die doch ſo ſchön iſt, denkſt Du, Alfhild. Was beweist dieß, meine Liebe? Daß es an der Schön⸗ heit allein nicht genügt, ſondern daß noch etwas weiter erforderlich iſt, um liebenswürdig zu ſein.

So laß hören, was dazu noch erforderlich iſt? entgegnete Alfhild, während ihre umwölkte Miene ſich ein wenig aufhellte und ſie wieder in ihrem Fauteuil Platz nahm. 8

Clara blieb vor ihr ſtehen und fuhr mit großer Lebhaftigkeit fort:

Ich laſſe die höhern Elemente des moraliſchen