Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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es in meinen Kräften ſteht, ſollen Sie der Unan⸗ nehmlichkeit eines Zuſammentreffens mit Alfhild nicht oft ausgeſetzt werden.

Dafür bin ich Ihnen ſehr verbunden, ver⸗ ſicherte Alrik und warf ſich in einen Fauteuil.

Der Grobian, dachte Clara, als er das Zim⸗ mer verließ.

Arrik ballte, als er allein war, ungeduldig die Hände und murmelte:

Ich möchte dieſen ganzen Marmorpalaſt in die Luft ſprengen, wenn ich dadurch Kunde bekäme, wo ſie iſt, oder wo ich ſie ſuchen ſoll.

Dieſen Augenblick zeigte ſich ein Schatten in der Thüre.

Alrik ſprang auf.

Gabriella ſtand vor ihm.

Sie war unnatürlich bleich und in jedem ihrer Züge gab ſich jener hoffnungsloſe und verzweifelte Schmerz zu erkennen, welcher auf Alrik das erſte Mal, da er ſie ſah, ſo ergreifend gewirkt hatte.

Er näherte ſich ihr haſtig und rief:

Mein Gott, wie bleich Sie ſind! Was iſt ge⸗ ſchehen 2

Gabriella ſtrich ſich mit der Hand über die Stirne, reichte ſie ſofort Alrik und ſprach mit ihrer tonloſen Stimme:

Sie hier! Donk! Ich hatte Sie beinahe ver⸗ geſſen.

Das ſehe ich wohl, antwortete Alrik und führte ſie zum Sopha.Sie ſind heute wieder egoiſtiſch geweſen, und um ihres Kummers recht zu genießen, haben Sie uns in der Angſt gelaſſen.