Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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Keine Vorwürfe heute, flüſterte Gabriella und ſtützte den Kopf in die Han

Ohne ein Wort zu ſügen klingelte Alrik und ge⸗ bot einem Diener, Wein und Waſſer zu bringen. Als dieſer Befehl vollzogen war, goß er Etwas da⸗ von in ein Glas und bot es Gabriella mit den Worten:

Sie ſind abgemattet, trinken Sie.

Sie ſchob das Glas von ſich, aber Alrik faßte ihre Hand und ſagte mit bittender Stimme:

Aus Barmherzigkeit mit mir und mit Ihnen ſelbſt, trinken Sie. Ach! Sie wiſſen nicht, welche Angſt ich ausgeſtanden, ſeitdem man mir ſagte, daß Sie den ganzen Tag außer dem Hauſe zugebracht

haben. Gerade heute hätte ich über Sie wachen

ſollen.

Gabriella trank das Glas mit Wein und Waſſer, welches er ihr gereicht hatte, und ſagte dann:

Ich will Ihnen keine Unruhe machen; aber dieſer Tag iſt für mich von entſetzlicher Denkwürdig⸗ keit, und ich mußte an demſelben, ganz allein mit mir, meinen Schmerz durchkämpfen.

Ah! Das hätte ich mir denken ſollen, mur⸗ melte Alrik.

Verzeihen Sie, wenn ich Ihnen dadurch wehe gethan habe, fuhr Gabriella fort und reichte ihm wiederum die Hand.

Alrik ſchloß ſie in die ſeinige und ſag i Herzlichkeit:

Verſprechen Sie mir, für die wenigen, v Wonaten, die ich mir vorbehalten habe, m

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