Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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Frau von Saint Sue glänzende Feſte und ſähe viel Leute und verbreitete Luſt und Freude um ſich, dann würden Sie Liebe und Bewunderung für bie⸗ ſelbe fühlen. Wiſſen Sie was, Fräulein Clara, ich finde dieß, milde geſagt, kleinlich.

Und ich finde Sie nicht ſehr artig, verſicherte Clara in einem Ton, der zwiſchen Verdruß und Scherz die Mitte hielt.Sie wollen, daß ich auf Commando eine Perſon lieben ſoll, und weil ich ganz ehrlich ſage: ſie iſt mir noch zu fremd, nennen Sie mich kleinlich, um nicht zu ſagen, verächtlich.

Können Sie ſich nicht über Ihre eigene Per⸗ ſönlichkeit erheben und...

Sie ſo unhöflich ſein laſſen, als es Ihnen be⸗ liebt, nur um der guten Sache willen, fiel Clara ein und reichte ihm die Hand, indem ſie hinzuſetzte: Ja, ſchelten Sie nur darauf los, wenn dieß Ga⸗ briella nützen kann. Ich will meinerſeits mich be⸗ mühen, ſie zu lieben.

Ich danke Ihnen, Fräulein Wolf; jetzt gefallen Sie mir, da Sie den Beweis liefern, daß Sie eine große Seele haben. Er faßte ihre beide Hände und küßte ſie.

6 dieſem Augenblick fuhr ein Wagen auf den of. Es war Alfhild, welche vom Brunnen zurück⸗ kehrte.

Beſte Mamſell Clara, führen Sie Ihre Schwe⸗ ſter auf Ihr Zimmer. Ich möchte ihr ausweichen.

Bei dieſen Worten Alriks wechſelte Clara die Farbe und ſagte etwas ſcharf:

Seien Sie überzeugt, Herr Welwort, ſo weit