168
ob ſie nicht während der Dauer von Alfhilds Ab⸗ weſenheit bei ihr ſich einlogiren wollte.
Von dieſem Tage an bewohnte Clara das obere Stockwerk von Wettersnäs. Als die Brunnenkur zu Ende ging und Alfhild daheim erwartet wurde, bemerkte Gabriella:
„Wenn ihr es vorzieht, bei mir zu wohnen, ſo ſteht der obere Stock euch zu Dienſten.“
Alrik hatte zu Clara geſagt:
„Sie müſſen bei Ihrer Couſine wohnen und ſich täglich in Berührung mit ihr ſetzen.“
Deßhalb gab Clara, obwohl ſie wußte, daß es Alfhild Mißvergnügen machen würde, zur Antwort, ſie zögen es vdr, in Groß⸗Wettersnäs zu bleiben.
XXIV.
Es war an einem Nachmittag zu Ende Juli's.
Gabriella war den ganzen Tag unſichtbar ge⸗ weſen. Man wußte nicht, wo ſie ſich aufhielt. Schon in aller Frühe Morgens war ſie ausgegangen.
Am Abend kam Alrik nach Wettersnäs herüber und fand nur Clara.
„Wo iſt Frau von Saint Sue?“ fragte er.
„Ich weiß es nicht. Gabriella ſoll, noch ehe ich erwachte, ausgegangen ſein, und iſt noch nicht heim⸗ gekehrt.“
„Den ganzen Tag nicht.“
„Nein; aber dieß iſt nichts Ungewöhnliches, wie mir der Intendant ſagte.“
„Sehr möglich, daß es ſich ſo verhält; aber es
=————„


