Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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S Was habe ich, um deßhalb übermüthig zu ein? Ihren Reichthum.

Ich denke nicht öfter daran, daß ich reich bin, als wenn dieſe Erinnerung mir wehe thut.

Aber warum dann Ihre Couſinen nicht hier haben, ſondern ſie ſo getrennt von Ihnen leben laſſen?

Darum, weil ich ſie in den düſtern Kreis, der mich umgibt, in das Schickſal, welches alle trifft, welche in Berührung mit mir kommen, nicht herein⸗ ziehen kann und will.

Aber wenn Sie durch dieſe Ihre Handlungs⸗ weiſe ihnen das Leben verbitterten und erſchwerten?

Gabriella ſchaute wieder zu ihm empor und ſagte nach kurzem Stillſchweigen; ſolSie wollen, daß ich Clara zu mir nehmen 0

Ich will Nichts, ich wünſchte nur Ihre Gedan⸗ ken darauf zu richten, daß dieſelben Ihrer bedür⸗ fen daß Sie ihnen gegenüber zartfühlender ſein ſollten, als gegen diejenigen, welche nicht Ihr Brod

Ich danke Ihnen! erwiederte Gabriella, ihm die Hand reichend, und ſetzte hinzu:Sie beweiſen mir klar, daß der Kummer mich egoiſtiſch gemacht hat. Ach! mein Herr, Sie werden noch damit auf⸗ hören, daß Sie mich zu Ihrer Schuldnerin machen.

Nein, nicht zur Schuldnerin, aber wohl zur Freundin.

Tags darauf erhielt Clara ſchon am Morgen ein kleines Billet von Gabriella, mit der Anfrage,