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Nach einer Stunde unleidlicher Seelenſpannung hatte Alrik wirklich dem jenſeitigen Strande ſich ſo weit genähert, daß Gabriella dachte:
„Noch einige Ruderſchläge und er iſt gerettet.“
In dieſem Augenblicke kam ein wüthender Wind⸗ ſtoß heran und verwandelte die ganze Fläche des Si in eine unermeßliche wirbelnde Schaum⸗ maſſe.
„Der Unglückliche!“ rief Gabriella und drückte ihre Hände auf die Bruſt. Sie konnte Nichts un⸗ terſcheiden, aber durch das Geheul des Sturmes hörte ſie eine Stimme, welche rief:
„Ich bin herüber!“
Der aufſpritzende Schaum legte ſich, und ſie ſah jetzt Alrik auf der Brücke vor Ekbaka ſtehen; aber das Boot war zerſplittert, und die gegen Wettersnäs heranrollenden Wogen führten die Trümmer mit ſich hinweg.
Als ſie Alriks Zuruf vernahm und ihn auf dem Strande jenſeits ſtehen ſah, ſank Gabriella auf die Kniee, und eine Thränenfluth ſtellte ſich ein, ihr das Herz zu erleichtern.
Sie fühlte jetzt, obſchon dunkel, daß dieſer Mann ihr theuer geworden war.
Nach einigen Minuten erhob ſie ſich, ſchwenkte ihr Taſchentuch gegen den noch jenſeits weilenden Alrik und kehrte in ihre Wohnung zurück.
Der Eindruck, welchem Gabriella dieſe angſtvolle Stunde unterworfen geweſen war, hatte eine voll⸗ kommene Umwandlung in ihrem Gedankengang her⸗ vorgebracht. Die ganze Nacht hindurch war ſie ge⸗ wiſſermaßen ihrer Betrübniß und Niedergeſchlagen⸗


