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„Wo biſt Du denn geſtern geweſen?“ fragte Alrik und warf ſich auf einen Stuhl.
„Ich ſtreifte in meinem Boot an den Ufern des Wetternſees herum.“
„Ja, ich weiß es, Du ſpielteſt die Rolle eines Geiſtes und ſangſt der Burgfrau dort drüben Etwas vor, ohne Dich ſehen zu laſſen. Es war ziemlich romantiſch, Deine Stimme ſo aus einem unſicht⸗ baren Winkel hervor in ihr Ohr ſich einſchmeicheln zu laſſen.“
Auf Alriks Stirne lagerten ſich bei dieſen Wor⸗ ten zwei tiefe Falten, und ſeine Augen weilten mit einem eigenthümlichen, mißvergnügten Ausdruck auf ſeinem Bruder.
„Mein Geſang war für mich ſelbſt und für Nie⸗ mand anders beſtimmt,“ gab Ernſt kurz zur Ant⸗ wort.
„Möglich, obſchon ich weiß, daß dem nicht ſo war; aber Eins mußt Du mir verſprechen, nämlich,
dieſes romantiſche Singen einzuſtellen.“
„Warum ſoll ich mich dieſes Vergnügens be⸗ rauben? Vielleicht deßhalb, weil es Dir miß⸗ fällt?“
„Ernſt, Du verurſachſt dadurch Jemand Schmerz,“ antwortete Alrik; dann richtete er ſich haſtig auf und ſetzte hinzu:„Du darfſt in der Nachbarſchaft von Wettersnäs nicht ſingen.“
„Nicht? Wer wird mich daran hindern?“
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Einen Moment ſahen ſich die beiden Brüder mit Blicken an, die nichts weniger als freundlich waren.
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