Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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Sand. Es ſah aus, als ob ſie die Frage vergeſſen hätte, weshalb Birger wiederholte: „Nun, warum glaubſt Du, daß Erik unglücklich war?“ „Ja, ſiehſt Du, Birger,“ begant Gabriella mit einem eigenthümlich zögernden Ton und träumeri⸗ ſchem Blick,„als ich franzöſiſch lernte, las ich ein⸗ mal ein Mährchen, das Einzige von allem Geleſe⸗ nen, das mir in der Erinnerung geblieben iſt. Es handelte von einer Prinzeſſin, welche dem Unglück anheimgefallen war. Alles, was ſie unternahm, ging ſchlecht; Alle, welche ſie lieb hatten, wurden unglück⸗ lich, und Alles, was ſie anrührte— Blumen, Pflan⸗ zen und Thiere— verfielen dem Verderben. Alle Klei⸗ der, die ſie anzog, nahmen eine häßliche Form an, und Alle vermeintliche Freude wurde in Kummer für Andere und für ſie ſelbſt verwandelt. Sie ſtand unter dem Zauber des Unglücks. Ein ſolches Un⸗ glückskind war gewiß Erik und

Gabriella ſchwieg. Eine Wolke lagerte ſich auf

ihrem Angeſicht.

„Warum brichſt Du ab?“ fragte Birger, ganz überraſcht, daß ſeine Schweſter mit ſo vielem Intereſſe ein Mährchen zurückdenken und davon reden onnte.

flüſterte:

„Ich bin auch ſo ein verzaubertes Kind, und da⸗ rum habe ich das Mährchen nicht vergeſſen. Du wirſt erfahren, daß Allen, die mich lieb haben, ein Unglück widerfährt, daß Alles, was ich berühre, eine häßliche Form annimmt, oder zu irgend etwas

Gabriella legte ihre Hand auf ſeinen Arm und

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