Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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wiſſen, als er ſich ſonſt vor den Kugeln der Ruſſen fürchtete, aber ich merkte doch, wie er erbleichte, als er das Weiße in meinen Augen ſah.

Der Greis ſchwieg; aber eine Minute nachher ſchlüpfte das Wort: Schurke über ſeine Lippen.

Nun, Stark, ſprach der alte Gärtner,Du biſt doch wohl recht erfreut, Deinen Oberſt wieder zu ſehen?

Gewiß, das bin ich, erwiederte Stark.

Sie iſt wahrhaftig ſehr ſchön, die gnädige Frau Oberſtin.

Er gleichfalls.

Ein bloßes Kind gegen den Oberſt.

So geht es eben. Er hat ſtets an jungen Frauen Gefallen gehabt. Weißt Du, ob das Kind ein Knabe iſt? fragte Stark, indem er den Gärtner anſah.

Nein, es ſoll ein Mädchen ſein.

Schade.

Warum das?

Weil man nichts als Elend mit dem Weibs⸗ volk hat.

Damit leerte Stark ſeinen Bierkrug und ging.

II.

Acht Jahre waren vergangen, ſeitdem Oberſt Werner ſeine junge Gattin heimgeführt hatte; acht Jahre von Glückſeligkeit für die beiden Gatten; denn der Oberſt betete die einnehmende Frau an und ſchien nur für ſie zu leben.