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rer Gram in ſeinem Innern hauste, und daß 22
Untergebenen die Kunde, daß er ſich ins Ausland begeben hätte.
Ein Johr nach dem andern kam und ging, ohne daß der Oberſt auf dem Beſitzthum ſeiner Päter ſich wieder ſehen ließ.
So war ein ganzes Jahrzehent verſoffln als der Intendant einen Brief erhielt, mit dem Befehl, alle Zimmer in Ordnung zu ſetzen und modern und elegant möbliren zu laſſen, da der Oberſt im näch⸗ ſten Jahr ſeine junge Frau nach Broborg heimzu⸗ führen gedächte. Er hatte nach einem ſtürmiſchen Leben, ein Fünfziger, ſich mit einer jungen Franzö⸗ ſin verheirathet und wollte nun auf dem Grund und Boden ſeiner Väter ſich niederlaſſen.
Der Sommer ſtand in ſeinem vollen Flor, als der elegante und bequeme Reiſewagen des Oberſts an einem ſchönen Juniabend auf dem Hofe von Broborg anfuhr.
Auf der Treppe und im Corridor war die Die⸗
nerſchaft aufgeſtellt, und im Hofe befanden ſich alle
ſeine Gutsangehörigen, welche als der Wagen vor⸗ überrollte, ihren Gutsherrn mit einem dreimaligen Hurrah begrüßten.
Als der Oberſt aus dem Wagen ſtieg, ſtand auf der erſten Treppenſtufe der alte Stark in ſeine Dra⸗ goner⸗Uniform gekleidet und mit der Medaille auf der Bruſt. Da ſtand er, ein ſtraffer und rieſiger Greis, mit Silber im Haare und Narben im An⸗ geſicht; aber tiefere Furchen, als der Feind hervor⸗ gebracht, hatte die Zeit gegraben, denn man las in den Zügen des Alten, daß irgend ein bitte⸗


