ſich mit geballter Fauſt vor die Stirne, und eine Fluth von Verwünſchungen ergoß ſich über diejeni⸗ gen, welche Sweaborgs Fall verſchuldet hatten;— aber gerade als ob dieſe Herzensergießungen die Kraft beſeſſen hätten, ſeinen Zorn zu beſänftigen, heiterten ſich ſeine Züge wieder auf und er rief in heiterem Tone:
„Bah, es verlohnt ſich nicht, daran zu denken. Ich habe meine Pflicht als Soldat gethan und mich für ſieben geſchlagen; folglich ſteht mir auch das Recht zu, des Lebens Freude jetzt zu genießen, und ſo lang es Wein und Mädchen gibt, hol' der Teufel das Nachgrübeln!“
Der Oberſt grübelte auch nicht gern, ſondern lebte friſch darauf los. Tage, Wochen, Monate ver⸗ gingen in ſtetem Saus und Braus, der nur durch den Eifer unterbrochen wurde, womit der Oberſt Carin, Starks ſchöne Tochter aufſuchte.
Sie ihrerſeits wich ihres Vaters Chef und Guts⸗ herrn ſorgfältig aus.
Dieſer Widerſtand reizte den an raſche Erfolge gewöhnten Sinn des Oberſts nur um ſo mehr.
Plötzlich hörte das wilde Leben auf Broborg auf. Die Trinkgenoſſen wurden ſeltener eingeladen, die Karten verſchwanden, und unſer Krieger nahm ſich vor, einige Monate ſich eines ordentlichen Wandels zu befleißen und ein ſtilles Leben zu führen.
Etwas über ein Jahr war verfloſſen, ſeitdem der
Oberſt nach Broborg zurückgekehrt war; da reiste er eines ſchönen Morgens wieder ab. Wohin er ſeinen Weg nehmen wollte, darüber erklärte er ſich gegen
Niemand; aber einige Monate ſpäter wurde ſeinen 1


