Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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wandte ſich zu dem Intendanten Berg, der ihn be⸗ gleitete, mit den Worten:

Wer war das hübſche Mädchen, welches den alten Stark umarmte.

Seine Tochter, Herr Oberſt.

Ah, zum Teufel, der Alte hat eine Tochter. Ich hatte ganz vergeſſen, daß er nur verheirathet war. Es findet ſich doch noch Wein genug in meinem Keller, ſetzte er dann hinzu und trommelte einen Marſch auf dem Tiſche.

Ja, Herr Oberſt.

Gut. In ein paar Stunden kommen einige von meinen Offizieren hieher, um mit mir den Ab⸗ ſchluß des Friedens zu feiern.

Er fuhr ſich mit der Hand über die Stirne und fügte ſich haſtig emporrichtend hinzu:

Oder vielmehr, um Vergeſſenheit unſerer Schande zu ſuchen.

Der Oberſt ging ein naar Mal mit verdüſterter Miene im Zimmer auf und ab, und ſchloß dann mit den Worten:

Sorgen Sie dafür, daß wir Wein und Speiſen vollauf haben.

Er machte eine Bewegung mit der Hand, welche dem Intendanten bedeutete, daß er ſich entfernen könne. Sobald er allein war, ſetzte er ſeinen Gang im Zimmer auf und ab fort und murmelte:

O Finnland, Finnland! So biſt Du doch ver⸗ loren für uns! Es war wohl der Mühe werth, daß wir uns wie Löwen ſchlugen, wenn Verrätherei uns um den Sieg beſtehlen ſollte. Der Oberſt ſchlug