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rührt die Erinnerung an ſie uns beinahe zu Thränen.
Als Charlotte Corday aus Marat's Wohnung abgeführt wurde, um ſie von da in einem Wagen nach dem Gefängniß zu transportiren, und der Pöbel heulend ſie umtobte, kroch Fidele, der ſich zwiſchen den Füßen der Menge einen Weg gebahnt hatte, zu ihr hin, eben da ſie die Treppe hinabſteigen ſollte. Er rieb ſich an ihren Kleidern und ließ ein Winſeln hören.
Charlotte's Augen hafteten an dem treuen Thiere, welches mitten in dieſem wilden Tumult ſich herbei⸗ drängte, um ihr ſeine Anhänglichkeit und Theilnahme zu bezeugen.
Aber ſelbſt dieſer unbedeutende Ausdruck der Sympathie von Seiten eines Hundes mißfiel Char⸗ lottes Wächtern; denn einer derſelben ſtieß das arme Thier unbarmherzig hinweg; und dieſes ließ nun einen Klagelaut vernehmen, welcher ſich unaufhörlich wiederholte, ſo lang es von der Menge getreten und fortgeſtoßen wurde.
Gott allein weiß, was Charlotte dabei empfand; aber der Laut von des Hundes Klage machte ihre Wangen noch bleicher.
Von den wilden Rufen des Pöbels begleitet, rollte der Wagen mit der Gefangenen nach dem Kerker hinweg.
Zwiſchen den beiden Hinterrädern des Wagens ging ein hinkender Hund mit einer ſo betrübten Miene, daß es ausſah, als hätte er ein vollkommenes Bewußtſeyn von dem traurigen Schickſal, welches derſelben wartete.


