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Rufe etwas feil bot und ſah eine Menge Volks um den Verkäufer herum ſtehen. Sie ſetzte ihren Weg fort, ohne ſich dabei aufzuhalten, als in demſelben Augenblick ein Hund herbeiſprang und freudig ſie begrüßte.
Charlotte erkannte auf den erſten Blick Fidele.
Sie nannte ihn mit Namen, tätſchelte ihn und empfand eine eigenthümliche Rührung bei dem Ge⸗ danken, in dieſer von Volk wimmelnden und von Blut rauchenden Stadt— wohin ſie kam, um Rache zu üben und, wie ſie in ihrem Fanatismus hoffte, den Leiden ihres unglücklichen Vaterlandes ein Ziel zu ſetzen— einem Weſen zu begegnen, das mit ſeiner ſtummen und doch ſo ausdrucksvollen Freundlichkeit ſie an die Zeit, da ſie noch ein Kind war, erinnerte. Ein armes Kind, das iſt wahr, aber ein Kind, unbe⸗ kannt mit ſchlimmen und bittern Gedanken, rächſüch⸗ tigen Gefühlen, dagegen das Herz nur für das Gute offen und für Uebung der Barmherzigkeit.
Charlotte war einen Augenblick ſtehen geblieben, darauf ging ſie weiter.
Die Stimme des Ausrufers ertönte immer ferner, aber deſſen ungeachtet kehrte Fidole nicht zu ihm zurück, ſondern folgte Charlotte dicht auf den Ferſen.
VR
Zwei Tage darauf Abends um ſieben Uhr hielt ein Miethwagen in der Straße der Ecole de medi- cine vor Nro. 20.
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