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nieder. Sie ſah dem Jüngling nach. Es kam ihr vor, als ob es ihr kalt durch's Herz zöge, da derſelbe verſchwand. Sie ſtützte den Kopf in die Hand und verſank in Nachdenken.
Aus dieſem wurde ſie von einer Stimme geweckt, welche äußerte:
„Mein Kind, welche unglücklichen Nachrichten aus Paris! Die Baſtille iſt von dem Pöbel erſtürmt; der
Gouverneur ſammt der Beſatzung iſt ermordet worden.“
Charlotte ſah auf. Frau von Bretteville ſtand neben ihr.
Das junge Mädchen erhob ſich mit den Worten:
„Liebe Tante, der Fall der Baſtille gereicht dem franzöſiſchen Volke zur Ehre; die Erſtürmung derſelben bildet eines der glorreichſten Blätter in der Geſchichte unſeres Landes.“
Sie ſtand vor der alten Tante hoch und edel, wie die Göttin der Freiheit. So glichen die beiden Frauen, die eine dem ſeinem Falle nahen Königthum mit all ſeiner veralteten Gebrechlichkeit; die andere hingegen den neuen Ideen, mächtig und ſchön, wie jede ſich Bahn brechende Wahrheit.
V.
Mit dem Sturme auf ihren Schwingen, oder dem Kranze des Friedens im Haare, eilt die Zeit dahin. Sie hält keine Sekunde an, um nachzudenken oder ſich einmal zu beſinnen, ob auf ihren Fußſtapfen Blut


