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Der Hund war auf das am Brunnen ſitzende Mädchen zugeſprungen und hatte ſie in ſeiner unge⸗ ſtümmen Freude und ſeinem Verlangen, ſie zu be⸗ grüßen und ihr zu erkennen zu geben, wie froh er über dieſes Wiederſehen wäre, faſt über den Haufen gerannt.
Das Buch, worin Charlotte las, wurde weit. hinweggeſchleudert, und ſie ſelbſt hatte ſich erhoben, beinahe erſchrocken über den heftigen Anfall.
Sie konnte anfänglich kaum begreifen, daß das Geberden des Hundes von Freude und Freundlichkeit diktirt ſey.
Als aber ihre erſtaunten Blicke auf den häßlichen uheſtörer fielen, glitt ein Lächeln über ihr Angeſicht, und vor ihrer Erinnerung tauchten der Savoyarde und ſein verwundeter Hund auf.
Sie beugte ſich ſogleich nieder und ſtreichelte ihren vierbeinigen Schützling mit den Worten:
„Ja, wahrhaftig, Du biſt es, mein lieber Fidele. — Wo kommſt du her, und wie iſt es möglich, daß du mich wieder erkennſt?“
Sie nahm den Kopf des Hundes zwiſchen ihre Hände und ſetzte hinzu:
„Nach ſo manchen Jahren erinnerſt du dich alſo noch, daß ich deine Pflegerin geweſen bin. Du biſt minder vergeßlich und mehr dankbar, als die meiſten Menſchen.“
Charlotte tätſchelte den Hund. 4 Mademoiſelle, ich habe Ihnen ja geſagt, daß wir, Fidele und ich, Ihnen bis in den Tod für Ihre


