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und vor Schmerz zitterte. Er ſprach mit ſeinem Hunde, als ob derſelbe ſeine Verſicherung, daß ſie einander bald wiederſehen würden, verſtände, wandte ſich dann zu Charlotte und ſagte bittend:
„Ich will Ihnen gern Alles geben, was ich ver⸗ diene, wenn ich nur bei meiner Rückkehr Fidole wieder finde. Sie verſprachen ja, daß es mit ihm wieder gut werden ſoll.“
„Ich verſpreche Alles zu thun, was ich vermag,“ antwortete das kleine Mädchen mit einem Ernſte, als ob ſie eine große Verantwortlichkeit und die Erfüllung einer heiligen Pflicht übernommen hätte.
Der Savoyarde wanderte ſchweren Schrittes und betrübten Herzens weiter.
Nachdem Charlotte ihren Vater zu Rath gezogen hatte, legte ſie heilende Kräuter auf Fidoèle's ver⸗ ſchwollene Wunde.
Das arme Thier litt ſehr, aber es wurde ſo liebevoll gepflegt, daß mancher Menſch es darum be⸗ neidet haben würde.
Die Wunde heilte allmälig und das kluge Thier bezeigte ſeiner jungen Pflegerin die größte Anhäng⸗ lichkeit und Erkenntlichkeit.
Drei Monate vergingen.
Der Savoyarde war nicht wiedergekommen.
Fidole war jetzt unzertrennlich von Charlotte. Er lag neben ihr, wenn ſie von der Arbeit ausruhte, leckte dankbar ihre Hände, wenn ſie ihr knappes Brod mit ihm theilte, und war beſtändig an ihrer Seite,
wenn ſie draußen auf dem Felde arbeitete.


