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„Ja, das ging ſo,“ erzählte der Knabe, welchem, bei der Erinnerung an das traurige Ereigniß wieder die Thränen in die Augen traten;„ich war ſehr müde von der Wanderung und hatte mich auf eine kleine Anhöhe im Walde geſetzt, um zuſammen mit Fidole ein Stück Brod zu eſſen. Da kam ein Mann mit einer Büchſe auf mich zu und fragte, was ſich hier zu ſchaffen hätte, und drohte, er würde mich ſchlagen, wenn ich nicht ſogleich aufpacke. Fidele, welcher ſicherlich glaubte, der Mann mürde mir etwas zu Leide thun, ſtürzte bellend gegen ihn vor, um mich zu vertheidigen. In demſelben Augenblick knallte ein Schuß. Der Jäger hatte auf meinen armen Hund geſchoſſen. Ich warf mich über Fidèle hin, und der Mann ging lachend ſeines Weges.
„Das war einer von den Dienern des reichen Edelmanns,“ fiel Charlotte ein..„Die ſind immer gegen die Armen übel geſinnt. Ich wußte, daß Nie⸗ mand von den Bewohnern des Dorfes es ſeyn konnte, der dir ein ſolches Leid zugefügt hätte.— Würdeſt Du den Mann wieder erkennen, wenn Du ihn zu Geſicht bekämeſt?“ fragte ſie nach einer Pauſe.
„Ja, Mademoiſelle, darauf können Sie ſich ver⸗ laſſen; ſein Geſicht wie das Ihrige vergeſſe ich nie⸗ mals. Er iſt der erſte wirklich gottloſe Menſch, der mir in den Weg gekommen, ſeitdem ich nach meiner Eltern Tod Savoyen verlaſſen habe— und Sie— Sie ſind die erſte Perſon, welche ſich gut gegen mich gezeigt hat. Gott lohne Ihnen dafür!“
Nach dieſer Aeußerung ſtreichelte der Knabe noch einmal ſeinen Hund, welcher zuſammengekauert dalag


