hauſe, als er erfuhr, was geſchehen war, ſich ſo be⸗ nommen, daß Mutter Tourlé glaubte, er ſey närriſch geworden.
Er weinte, wie ein Kind, drohte Godard, Pau⸗ line und ſich ſelbſt das Leben zu nehmen, und ge⸗ berdete ſich ſo wild, daß man ſich genöthigt ſah, ihn einzuſchließen, um einer Gewaltthat zuvorzukommen. Nach dem erſten heftigen Ausbruch ſeines Schmerzes war er allmälig ruhiger geworden, aber es lag etwas wie Verzweiflung in dieſer Ruhe.
Den Tag, bevor der Ehekontrakt unterzeichnet werden ſollte, rief Mutter Tourlé Baptiſt zu ſich herein und hatte folgendes kurze Geſpräch mit ihm:
„Du haſt eben ſolches Mißfallen an der Ver⸗ bindung zwiſchen Pauline und Godard, wie ich, ſcheint mir.“
„Ganz und gar.“
„Du begreifſt wohl, ſo einfältig Du ſonſt biſt, daß Pauline ſehr unglücklich wird?“
„Ja, ſehr.“
„Willſt Du dazu helfen, ſie zu retten?“
„Wenn ich kann.“
„Im Fall Du es nicht könnteſt, würde ich auch kein Wort darüber mit dir verlieren. Nun brauchſt Du blos in die nächſte Stadt zu reiſen und dieſes Schreiben in die Hände des Maire zu übergeben.“
Mit dieſen Worten reichte ihm Mutter Tourlé einen Brief.
„Du haſt,“ ſetzte ſie hinzu,„einen Tag für dich, um hin und her zu kommen. Um eilf Uhr morgen wird der Kontrakt unterſchrieben, und hernach führt


