Teil eines Werkes 
5. Band (1865) Pauline / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Godard drehte ſich auf dem Abſatze um, machte aber plötzlich Halt, denn Pauline ſtand vor ihm.

Die Wangen des jungen Mädchens waren weiß wie Schnee, aber ihr Ausſehen entſchloſſen. Sie heftete ihre großen, dunkeln Augen auf den häßlichen Mann und ſagte:

Bürger Godard, Sie ſollen meine Großmutter nicht gefangen nehmen; Sie ſollen ihr kein Leid zu⸗ fügen, ſondern ſich zu deren Beſchützer machen; und wenn Sie das verſprechen, ſo werde ich Ihre Frau. Hier iſt meine Hand, ich Hebe ſie Ihnen aus freiem Willen.

Mutter Tourlé öffnete den Mund, um gegen die Handlungsweiſe von Pauline Verwahrung einzu⸗ legen; aber das Mädchen legte derſelben ihre kleine Hand auf die Lippen und flüſterte:

Großmutter, wenn Du mich liebſt, ſo ſagſt Du kein Wort. Ich will Godard heirathen.

Ein paar Tage darauf ſollte der Ehekontrakt zwiſchen Pierre Godard und Pauline Tourlé unter⸗ zeichnet werden.

Es gibt Erfolge hier im Leben, welche gewöhn⸗ lich Unheil mit ſich bringen. So auch mit Godard.

Das Glück, welches er ſich durch das von Pauline für ihre Großmutter gebrachte Opfer erzwungen hatte, konnte nicht von langer Dauer ſeyn. Es gab zwei Menſchen, welche ſich unmöglich mit dem Gedanken, daß Pauline, ſo jung, ſo gut, ihre Tage an Godard's Seite dahin ſchleppen ſollte, verſöhnen konnten.

Dieſe beiden waren Mutter Tourlé und Baptiſt. Der letztere hatte bei der Heimkehr vom Pfarr⸗