Teil eines Werkes 
5. Band (1865) Pauline / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Als ſie den Hof aus dem Geſicht hatten, be⸗ gann Pauline mit Baptiſt zu unterhandeln. Sie begehrte, er ſolle allein nach dem Pfarrhauſe fahren und ſie ausſteigen laſſen.

Baptiſt, welcher großen Reſpekt vor Mutter Tourlé hatte, glaubte nicht darauf eingehen zu kön⸗ nen; aber da Pauline zu weinen begann, war es mit ſeiner Standhaftigkeit aus.

Wie es auch mit ihm ſelbſt und Mutter Tour⸗ 's Zorn gehen mochte, er unterwarf ſich eher dem handgreiflichen Ausdruck deſſelben, als daß er in Pauline's Augen Thränen ſehen konnte.

Das Pferd hielt alſo ſtill, und Pauline ſprang

herab, worauf ſie mit ſchnellen Schritten dahin zu⸗ rückkehrte, woher ſie gekommen war.

Möglich, daß Baptiſt nicht zu übérreden geweſen wäre, wenn er die geringſte Ahnung von Godards Bewerbung gehabt hätte. Nun glaubte der gutmüthige Burſche, Pauline wolle, durch die Neuigkeiten aus dem Dorfe beunruhigt, ſich nicht von Mutter Tourlé trennen.

Pauline flog mehr, als ſie ging. Während ſie über ein Ackerfeld hinweg eilte, erblickte ſie in einem anſtoßenden Gehölze einige bewaffnete Männer, welche ſich dort gelagert hatten, wie es ſchien, um darauf

Acht zu geben, was bei Mutter Tourlé vorging. Das Herz des armen Mädchens wurde mit

Angſt erfüllt. und ſie verdoppelte ihre Schritte. Bald

ſtand ſie auf der Hausflur. Sie öffnete ganz vor⸗ ichtig die Stubenthüre, blieb aber einen Augenblick 3 der Schwelle ſtehen.