Teil eines Werkes 
5. Band (1865) Pauline / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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begann jetzt das Schreckliche, was in Godards Braut⸗ werbung lag, zu begreifen.

Die Gefahren, welche vor ihr auftauchten, waren von ſolcher Beſchaffenheit, daß ſie ſich keine Vorſtel⸗ lung davon machen konnte; aber bei der Schilde⸗ rung, welche die Alte von Godards Rachgier entwarf, erkannte Pauline, daß eine abſchlägige Antwort auf ſeine Freierei zu Verfolgungen führen würde.

Vergeblich ſuchte ſie von der Großmutter zu er⸗ fahren, wie viel Bedenkzeit ihr Godard gegeben hätte. Die Alte wies alle ihre Fragen mit der Antwort ab:

Damit haſt Du ſicherlich nichts zu thun. Wenn der Tag kommt, ſo werde ich ihm wohl Antwort geben, das verſpreche ich.

Am vierzehnten Tage des Morgens gab Mutter Tourlé Baptiſt Befehl, Pauline zu dem Paſtor zu begleiten, welchem das junge Mädchen einen Brief von Mutter Tourlé überbringen ſollte.

Bei Pauline ſtieg jetzt die Beſorgniß auf, daß der Tag gekommen wäre, wo Godard ſich einfinden würde, um ſeine Antwort zu holen, und daß Mutter Tourlé ſie und Baptiſt aus dieſem Grunde fortſchicke. Dieß hatte zur Folge, daß ſie die Großmutter nicht verlaſſen wollte. Aber all ihr Wiederſtand diente zu nichts. Mutter Tourlés Antwort lautete: S

Du begleiteſt Baptiſt.

Da ſie trotz Bitten und Thränen gehorchen mußte, beſchloß das junge Mädchen, ſobald ſie ei Stück weit von Hauſe entfernt wäre, vom Wa abzuſteigen und zu der Großmutter zurückzukehr um ſich zu überzeugen, ob Godard ſich einfinden