Als ſie in die Stube trat und Pauline ſich in ihre Arme warf, drückte die alte Frau ſie an ihre Bruſt und murmelte:
„Ach, Kind, es iſt recht ſchön, daß ich wieder daheim bin. Dort in Paris geſchehen ſchreckliche Dinge; Dinge, die wir uns in unſerem Thale gar nicht denken können. Gott bewahre uns vor ſolchem Volk und vor ſolchem Thun; es wird des Himmels Zorn auf unſer Haupt herniederrufen.“ 2
„Die Großmutter hat Recht“, fiel Baptiſt ein, 3 welcher daneben ſtand und wartete, bis Pauline ſich zu ihm wenden würde.„In Paris iſt es nicht gut zu ſeyn.“
„Aber deſto beſſer hier, nicht wahr, Baptiſt!“ rief Pauline und reichte ihm die Hand, welche er mit einer für ſeine Natur ſeltſamen Lobhaftigkeit in ſein große Fauſt ſchloß.
Pauline wollte wiſſen, was ſie geſehen hätten und was geſchehen wäre, da ihnen Paris als eine ſolche Stätte des Entſetzens vorkäme Sie hatte i Dorfe manche wuhderlichen Sachen gehört, welche mals in Frankreich vorgingen, aber dieſe S nur gleich Mährchen geachtet, ohne irgend Gewicht auf dieſelben zu legen.
Mutter Tourlé wollte kein Wort übet wovon ſie Augenzeuge geweſen war. Sie ha daran gehabt, es nur zu ſehen, und fand ſich nicht bemüßigt, demſelben noch weitere Verbreitung zu geben. Pauline ſollte Gott danken, meinte Mutter Tourlé, daß ſie mit dem Anblick oder Sena davon ver⸗ ſchont bliebe.


