Teil eines Werkes 
5. Band (1865) Pauline / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
Einzelbild herunterladen

heit manches minder ehrenvolle Geſchichtchen zu er⸗

zählen, und dieß bewirkte, daß man ihm ganz in der

Stille alles mögliche Schlechte nachſagte.

Er lebte viel für ſich ſelbſt und verließ ſelten

ſein Haus; es war ſomit etwas höchſt Ungewöhnliches,

ihn täglich außerhalb des Bereichs davon zu finden. Die Urſache davon war, daß ein ungünſtiges

Geſchick denſelben Pauline in den Weg geführt hatte. Er war von ihrer Schönheit worden

und hatte für dieliebliche Roſe des Thales, wie

ſie genannt wurde, eine heftige Leidenſchaft gefaßt,

welche bei ihm den Wunſch erzeugte, in den Beſitz

des jungen Mädchens zu gelangen.

Er war reich; warum ſollte es ihm alſo un⸗ möglich ſein, für ſein Geld ſich eine ſchöne Frau zu erkaufen.

Es erſchien allerdings richtig, daß er für abſchreckend häßlich galt, daß er alt und nichts weniger als beliebt war; aber ſollte wohl eine Frau, wie Mutter Tourlé, allgemein für praktiſch und klug angeſehen, ſich an ſolchen Kleinigkeiten ſtoßen? Ganz gewiß war ſie ge⸗ neigt, nur ſeinen Reichthum in Betracht zu ziehen. Genug, Pierre Godard dachte Pauline das trau⸗ rige Schickſal zu, ſeine Frau zu werden.

1.

Eines Abends in der Mitte des Auguſts kam Wit Tourlé von Paris zurück.