Teil eines Werkes 
5. Band (1865) Pauline / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Jahre die Zeit lang gefunden hatte, dünkte es ihr nun, als ob dieſelbe Flügel hätte.. Sie genoß ſorglos und mit vollen Zügen die Luſt, ſich als ſchön rühmen zu hören, mit der Jugend zu ſchwatzen und zu ſcherzen, an deren Tänzen und Spielen Theil zu nehmen, und achtete auf nichts, als was ihr Unterhaltung gewährte.

Sie merkte ſomit nicht, daß im Dorfe ſich ein

Mann befand, welchen ſie immer auf ihrem Wege traf, und welcher ihr ungewöhnlich ſchönes Angeſicht mit Blicken raubluſtiger Gier betrachtete. 2 Dieſer Mann war weder jung noch ſchön, ſon⸗ dern klein, alt und mager und von den Pocken ſo entſtellt, daß ſein Geſicht abſchreckend häßlich ausſah. Bekannt im Dorfe als der reichſte und bösartigſte ſeiner Bewohner, war er ein Mann, den alle fürchteten und mieden..

Pierre Godard gehörte zu den Perſonen, bei deren Anblick es Einem nicht wohl zu Muthe wird, und denen man möglichſt ſchnell zu entfliehen ſucht.

Fand er ſich einmal ein, wenn man tanzte, um dieſer Luſtbarkeit zuzuſchauen, ſo ſchwieg die ſtürmiſche Munterkeit und das Lächeln erſtarb auf den Lippen. Man zog ſich von dem Orte zurück, wo er weilte, als fürchtete man ſich, in ſeiner NRähe zu ſein, und blickte ſcheu nach ſeinem von Neid und Bitterkeit zeu⸗ genden Angeſichte. 3

Godard war Verwalter bei einem vornehmen Mann geweſen, deſſen Vermögen in demſelben Maße zuſammenſchmolz, als das vom Verwalter ſich ver⸗ größerte. Man hatte ſomit von ſeiner Rech