Teil eines Werkes 
5. Band (1865) Pauline / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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es nicht aus, ſich auf die Dauer zu langweilen, ſon⸗ dern man ſucht aus der ertödtenden Stille herauszu⸗ kommen und auf dem Wind der Ereigniſſe dahin zu treiben.

Genug, Pauline nahm ſich vor, ſehr lange Spa⸗ ziergänge zu machen. Sie beſchloß, das Dorf zu be⸗ ſuchen, wohin zu gehen ihr von der Großmutter ver⸗ boten war, und wohin ſie eben darum zu kommen ſich immerdar geſehnt hatte..

Jetzt, da ſie ſich ſelbſt überlaſſen war, konnte ſie unmöglich der Begierde widerſtehen, dieſen für ihre Einbildung ſo verlockenden Ort zu beſuchen und dort mit der Jugend Bekanntſchaft zu machen.

Das ſchöne Mädchen wurde auch ſchon bei ſeinem erſten Beſuche im Dorfe ein Gegenſtand für die Auf⸗ merkſamkeit der jungen Leute.

Genug, Pauline erlangte während der Abweſen⸗ heit der Großmutter vollkommene Gewißheit in Bezug auf einen Punkt, worüber ſie bisher in Unkunde ge⸗ weſen, nämlich daß ſie ungewöhnlich hübſch war. Auf dem Lande, oder in der Stadt, in der Hütte oder im Palaſte iſt dieß eine Entdeckung, welche die Seele mit Freude erfüllt.

Pauline vergaß auch hald ihre Sehnſucht und die Abweſenden. Sie war glücklich und froh durch ihre Ausflüge nach dem Dorfe, wo ſie manche Stunde mit Bekannten zubrachte. Die Einförmigkeit des täglichen Lebens, welche ſo oft das junge unruhige Gemüth geplagt hatte, be⸗ kam nun eine Abwechslung. Die Tage flogen wie Stunden dahin, und während ſie ſo oft in dem letzten