Teil eines Werkes 
5. Band (1865) Pauline / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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nachdem ſie von Pauline zärtlichen Abſchied genommen und Vater Moutin genaue Aufſicht auf dem Hofe zu halten ermahnt hatte.

Mit Thränen in den Augen reichte Baptiſt Pauline die Hand, um ihr Lebewohl zu ſagen. Sein großes, freundliches Angeſicht drückte deutlich genug den tiefen Kummer aus, welchen er darüber empfand, daß er genöthigt war, von derjenigen zu ſcheiden, mit welcher er nun ſeit vierzehn Jahren täglich und ſtünd⸗ lich beiſammen geweſen war.

Für Baptiſt, welcher auf dem Hofe erzogen und geboren worden, und der niemals weiter, als bis nach der Kirche gekommen war, machte dieſe Reiſe etwas ſo Unerhörtes aus, daß es dem armen Jungen vor⸗ kam, als könnte er, wenn er ſo weit fort müßte, nie⸗ mals mehr den Heimweg finden. Er nahm für völlig ausgemacht an, daß er in dieſem Leben Pauline nie mehr ſehen, daß er nie mehr einen Fuß auf die Stätte ſeiner Kindheit ſetzen würde.

Als Mutter Tourlé und Baptiſt fort waren, fühlte Pauline ſich ſehr niedergeſchlagen. Sie hatte es in den erſten Tagen unendlich langweilig gefunden. Baptiſt war nicht mehr an ihrer Seite, um ihr zu helfen, wenn ſie ihre Blumen pflegte, ihre Tauben fütterte, oder ſich im Garten beſchäftigte. Sie hatte Niemand, der ihr vorlas, mit dem ſie ſchwatzen und endlich Niemand, mit dem ſie ſich zanken, den ſie ge⸗ linde plagen konnte.

Pauline glaubte, ſie würde vor Langeweile ſterben. Bei einem Alter von ſechszehn Jahren