Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1830)
Entstehung
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»Wir umarmten uns ſo, als waͤren wir alte Bekannte. Meine Leute miſchten ſich unter die Seinigen, und waͤhrend wir uns beredeten, ſangen ſie Pſalme zuſammen.« Der Baron be⸗ wog Cavalier, ſich und ſeine Leute der Gnade des Koͤnigs zu uͤbergeben.

Seit dieſem Tage marſchirten Cavalier's Soldaten am hellen Tage von einem Orte zum andern, begingen oͤffentlich all' ihre Religions⸗ uͤbungen und wurden von den koͤniglichen Be⸗ amten verpflegt und untergebracht.

Am 16ten Mai hatte Cavalier eine Unter⸗ redung mit dem Marſchall von Villars ſelbſt in Nimes. Er wiederholte ſeine Bedingungen und man kam uͤberein, ſie dem Hofe mitzuthei⸗ len, und daß bis zu deſſen Antwort Cavalier und ſeine Leute im Flecken Calviſſon auf oͤffent⸗ liche Koſten verpflegt werden ſollten, daß er bis zum lſten Juni die Befehle des Monarchen empfangen werde, um entweder ihm zu die⸗ nen, oder ſein Reich zu verlaſſen, und daß alle um religioͤſe Urſachen Gefangene in Frei⸗ heit geſetzt werden ſollten.

Cavalier hielt ſeinen Einzug in Calviſſon am 19ten Mai; es ward eine große Verſamm⸗ lung gehalten, zu der alle nahe wohnenden Proteſtanten ſich einfanden; und von da an hielt er dort taͤglich oͤffentlichen Gottesdienſt.