Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

169

„Es hat Blut gefloſſen,« rief Marie:»Herr, Dein Wille geſchehe!«

Langſam trugen die Soldaten auf einer Bahre einen blutigen Koͤrper, in dem man zu allgemeinem Schrecken Abraham Mazel er⸗ kannte.

„»Gott, in welchem Zuſtande giebſt Du uns Deinen Diener zuruͤck! Tragt ihn ſchnell in den Krankenſaal, Bruͤder.«

Man that, wie Marie es angab, und legte den Kranken behutſam auf eine Madraze von Stroh, wo er nach wenig Secunden wieder zum Bewußtſeyn gelangte, erſt matt das Auge erhob, dann Marie erkannte und endlich mit ſchwacher Stimme ſagte:»wer hat mich zu mei⸗ en Bruͤdern gebracht?«

Die Maͤnner erzaͤhlten, daß, als ſie das Thal Andora erreicht haͤtten, um ſich mit Ro⸗ land bei Rousſon zu vereinen, ſie ihren Predi⸗ ger leblos, am Fuße eines Eichbaums liegend, getroffen, und, als ſie geſpuͤrt, daß er noch athme, geeilt haͤtten, ihn hieher zu bringen.

»Meuchelmord hat mich niedergeworfen—