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und Kunkel mit der Veröffentlichung der ſo reichen Stoff für Kaffeeviſiten bietenden Verlobungen des Barons von Sternenkron mit Fräuleiu Levasco und Emil Mohl's mit Apollonia Graf nicht aufgehört, ihre eigenſten Gedanken aufrecht zu erhalten. So ganz ſauber— deſſ' waren die achtungswerthen Weiber un⸗ widerleglich überzeugt— waren die ganzen Geſchich⸗ ten doch nicht. Denn es war weder verſchwiegen ge⸗ blieben, daß Frau Graf einen Beſuch bei Aegidius Keller auf deſſen Stube im Gaſthof gemacht, noch daß Apollonia der fremden Dame auf der„Poſt“ eine Scene bereitet hatte.
Und als nun vollends gar, wieder wie bei ihrem erſten Beſuche in Lindenheim, Fräulein Levasco und Aegidius abermals an zwei aufeinander folgenden Tagen eintrafen und im Gaſthof zur„Poſt“ abſtiegen, da eilte Frau Gerichtsſchreiber Haslinger ſofort zu ihrer Freundin der Frau Regiſtrator Kunkel, um ſich mit dieſer freundſchaftlich über dieſes höchſt eigenthüm⸗ liche Ereigniß auszuſprechen.
Die Frau Regiſtrator Kunkel hatte aber gleich⸗ zeitig die wichtige Mittheilung erfahren und hatte ſich auch ihrerſeits beeilt, ſich darüber mit ihrer Buſen⸗ freundin, der Gerichtsſchreiberin, in's Benehmen zu ſetzen.
Die beiden Frauen begegneten ſich deshalb auf halbem Wege zwiſchen ihren beiderſeitigen Wohnungen.
„Wiſſen Sie's ſchon, liebe Kunkel?“ rief die Eine.
„Haben Sie's auch ſchon gehört, vortreffliche Has⸗ linger?“ entgegnete die Andere.
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