1454 zählung verbeten hatte,— in ſeinen Schreibtiſch ge⸗ ſperrt und wenn juſt auch keinen Eidſchwur darauf abgelegt, ſo doch ſich feſt vorgenommen,„den ganzen Plunder“ da liegen zu laſſen, bis er ihn auf einmal loswerden könne.
Und wann wird das ſein? Der Aegidius iſt wieder abgereiſt; er iſt nach Wien gegangen, wo er ſich um eine ſeinen Fähigkeiten paſſende gerade vacante Stel⸗ lung bewerben will, denn er gedenkt in Zukunft nicht mehr zu concertiren, wenigſtens nicht mehr wie bisher als Virtuoſe durch die Welt zu ziehen. Ehe er Lin⸗ denheim verließ, hatte er noch eine Unterredung mit, ſeinem ehemaligen Vormund Kölblich, in Folge deren ſich plötzlich der alte Benefiziat ganz auffallend darum bekümmerte, ob denn auch Vorkehrung getroffen ſei für eine Ausſtattung ſeiner Nichte Anna, falls ſich das Mädchen verheirathen ſollte. 8
Die alte Gertrud brachte daraufhin den Mund gar nicht mehr zu; daß man vor ihr offenbare Heim⸗ lichkeiten habe, ſei der ſchwärzeſte Undank, der je vor⸗ gekommen, meinte ſie, dabei aber machte ſie Einkäufe über Einkäufe. Wenn Anna ihr allen Ernſtes Vor⸗ ſtellungen machte und ihr bedeutete, daß es doch ganz entſchieden Thorheit ſei, Putzkübel und Scheuerbürſten nach dem Dutzend auf Vorrath zu kaufen, ſo ſchnauzte die alte Gertrud das junge Mädchen an:
„Das verſtehen Sie ja nicht, dazu ſind Sie noch zu jung. Wenn Sie erſt verheirathet ſein werden, werden Sie erſt einſehen, daß man Alles brauchen kann.“
Und wenn dann Anna entgegen betheuerte, daß
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