Teil eines Werkes 
3. Band (1875)
Entstehung
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Die Sängerin blieb ihm die Erwiderung nicht ſchuldig; im gleichen Tone erwiderte ſie: „Wenn man in Lagen verſetzt war, ohne natür⸗ lichen Beſchützer die Rechte eines Kindes wahren zu müſſen, lernt ſich dergleichen.“

Nach einer kleinen Pauſe fuhr ſie wieder ganz ruhig fort:

„Die Sicherſtellung nun, welche Lothar's Vormund

für die Anſprüche des Kleinen fordert, leiſte ich, indem ich Deine aufgekauften Wechſel u. ſ. w. mitunterſchreibe. Auf dieſe Weiſe ſind wir Nutznießer des Vermögens, das zum eigentlichen Eigenthümer meinen, jetzt bald unſern Sohn hat.“.

Der Baron ſchwieg ſtill; er wußte nicht, was er ſagen ſollte. So wie ſeine Braut die Sache arran⸗ girte, war er in eine völlige Abhängigkeit von ſeinem Sohne gebracht, von demſelben Sohne, an dem er bis jetzt nichts weniger als väterlich gehandelt.

„Ich dachte, dieſes Arrangement entſpräche Deinen Wünſchen eher,“ ſprach Fräulein Levasco,„als wenn die Dispoſition über ihr Vermögen, ſo weit es noch vorhanden, in den Händen Deiner Frau bliebe.“

Baron Sternenkron war finanziell ſo umgarnt, daß er zu Allem ſeine Zuſtimmung geben mußte.

Der geſchäftlichen Auseinanderſetzung eine ange⸗ nehme Färbung zu geben, fuhr die Sängerin fort:

„Ich ſagte vorhin, daß die von meinem Sachwalter ausbezahlten Beträge faſt die Hälfte meines Vermögens betragen, nur„faſt,“ nicht ganz. Es bleibt uns noch ein Reſt, der bei Heidelang und Compagnie deponirt

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