Teil eines Werkes 
3. Band (1875)
Entstehung
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bare Gemüth ihres Bräutigams.Sprechen wir

doch offen.

Das habe ich denn doch wahrhaftig bereits bis zum Uebermaß gethan, wendete Baron Sternenkron ein.

Schön. Mein Sachwalter hat die leidigen Prozeßangelegenheiten, die Dir unbequem waren, bei⸗ gelegt; die verſchiedenen Wechſel und Verſchreibungen ſind in ſeinen Händen.

Der Baron verbeugte ſich; er war doch etwas verlegen.

Es ſoll kein Vorwurf ſein, lieber Freund, fuhr die Sängerin fort,wenn ich Dir geſtehe, daß die Ordnung dieſer Angelegenheit mich faſt die Hälfte meines Vermögens gekoſtet hat.

Baron Lothar huſtete leicht.

Es wäre von mir Unrecht und Selbſtſucht, wenn ich die Hälfte meines Vermögens weggäbe, ohne mir dafür ein Aequivalent zu erringen. Reicht auch die andere Hälfte meines Vermögens hin, um uns ein ruhiges, wenn auch juſt nicht glänzendes Leben zu ſichern, ſo muß ich doch daran denken, daß gerade dieſer verbleibende Reſt vor allen Wechſelfällen möglichſt ge⸗ ſchützt ſei.

Du ſprichſt ſehr vernünftig, liebe Leontine.

Es ſoll mir lieb ſein, wenn Du das denkſt, lieber Lothar. So höre denn, was ich Dir vorſchlage: die Summe, für welche mein Sachwalter Papiere auf Dich in den Händen hat, ſoll vorweg meinem kleinen Lothar gehören. Ich nenne ihn in dieſem Augenblick noch meinen und nichtunſeren, weil bis jetzt der arme