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Fugen morſchen eareſleich ſitzen Fräulein Le⸗ vasco und ihre Dienerin.
Sie fahren nach Sternheim zum Baron. Fräu⸗ lein Levasco beſucht den künftigen Gemahl. Man hätte vermuthen ſollen, daß ſie bei dieſer Fahrt ein heitereres Geſicht mache, als ſie in Wirklichkeit that. Nur von der vertrauten Zofe beobachtet, that ſie ſich keinen Zwang an und perheimlichte nicht, daß ſie keinen bräutlichen Gedanken nachſinne.— Man iſt immer nachdenklich geſtimmt, wenn man einen ſehr wichtigen Geſchäftsabſchluß vor ſich hat und Fräulein Levasco war in dieſem Falle, ſie war im Begriffe, ſich einen Gatten zu kaufen. Zwar waren ihre Gefühle gegen den Baron ein wenig anderer Art, wie die ſeinen gegen ſie, inſoweit nämlich, als ſich die Sängerin durch das Band des Knaben mit dem. Geliebten ihrer Jugend verknüpft fühlte, im Uebrigen aber unterſchieden ſich die beiderſeitigen Meinungen nicht weſentlich. Leontine hatte den Baron, nachdem er ſie verlaſſen, haſſen ge⸗ lernt;— ſie hatte ihn doch zu ſehr geliebt, als daß er ihr ganz gleichgültig hätte werden können, er mußte ihr entweder weniger oder mehr ſein, als andere Männer. Möglich, ja wahrſcheinlich, daß ſein Bild in ihrer Erinnerung verblaßt wäre, wenn es nicht durch den Knaben immer wieder aufgefriſcht worden wäre; ſo aber war es in ſteter Erinnerung geblieben. Die Zeit hatte dabei ihre lindernde Kraft zur Geltung gebracht, allmählig betrachtete Leontine den Traum ihrer Jugendliebe objectiver, manches neue Intereſſe tauchte auf und erloſch wieder, die Jahre übten ihre


