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verkündet ihr Erwachen in einzelnen, noch unzuſam⸗ menhängenden Lauten.— Sonnenaufgang! Wie oft iſt er ſchon beſungen worden, der erwachende junge Tag, und vergleichsweiſe, wie Wenige haben ihn geſehen, wenn er ſich erhebt aus dem heller werdenden Oſt. Der Städter gar— wann ſieht er je einen Sonnenaufgang, wenn nicht etwa in Meyerbeer's„Prophet?“ Und doch iſt er ein erhabenes Schauſpiel, das an Großartigkeit um des⸗ willen nichts einbüßt, weil's alltäglich iſt. Doch ja— der Städter ſieht doch wohl auch mitunter das Er⸗ wachen des Morgens, wenn er weinſelig ſich in der Schenke verſäumt oder die Nacht in einer Geſellſchaft verbracht hat, die das Tageslicht zu ſcheuen braucht. Aber ſolcher Art vorangegangene Stunden wüſten Treibens legen eine Binde um das empfindende Auge und ſchlagen den Uebernächtigen mit Blindheit; für ihn geht die Sonne auf, wie das Talglicht der Mücke. Sollte ich mich etwa unterfangen wollen, die Empfindungen in Worte zu kleiden, die in ſolch' er⸗ habenen Momenten auf das Menſchenherz einſtürmen? Ich bin nicht Stümper genug, um beim Anblicke ſelbſt des Höchſten und Erhabenſten handwerksmäßig nach dem Tintenfaß zu greifen oder das Skizzenbuch zu öffnen und in ſelbſtzufriedener Anmaßung den Farben⸗ topf hervorzuholen.— Ich ſtand einſt auf dem Gipfel eines Berges, den ich am Abend vorher erſtiegen hatte, um von ihm aus den Sonnenaufgang zu beobachten. Es war ſchon eine bunte Geſellſchaft da, welche zu demſelben Zweck gekommen war. In Mäntel und


