Teil eines Werkes 
3. Band (1875)
Entstehung
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war ergeſellſchaftlich untergegangen. Und da kanmt ſein Opfer und rettete ihn, rettete ihn, aber um welchen Preis?!

Der ſtolze Cavalier wurde der Bräutigam einer fahrenden Sängerin. Ja, es war wahr, er hatte ſie einſt geliebt, ſehr geliebt, aber er hatte ſie nie eigentlich geachtet. Hätte er das, er würde ſie nicht verführt und dann verlaſſen, weggeworfen haben. Und jetzt ſtand er im Begriffe, ihr ſeinen ſtolzen Namen zu geben, den Namen, der ſeit den Kreuzzügen ſich rein von allen Vermiſchungen mit Unebenbürtigen erhalten hatte. Baron Lothar war ſo ſtolz darauf geweſen, hatte ſich nie die Mühe genommen, dieſen Stolz zu verheimlichen, um wie viel mehr mußte er jetzt auf die ſchonungsloſeſte Beurtheilung, auf förmliche Aus⸗ ſtoßung aus den bisherigen Kreiſen der Hauptſtadt gefaßt ſein.

Noch ſein Großvater hatte es wagen gedurft, einem regierenden Herrn die ſtolzen Worte zuzurufen:Ver⸗ geſſen Eure Hoheit nicht, daß Sie mit einem Edel⸗ manne ſprechen, bei deſſen Ahnen dereinſt Ihre Vor⸗ fahren Pagendienſte verrichtet, und er, der Enkel, reihte dieſer Kette adelsſtolzer Väter eine Leontine Levasco an.

Ja, hätte er damals, als er im Banne ſeiner Leidenſchaft zu Leontinen lag, den Schritt gethan, den er jetzt aus rechneriſcher Nothwendigkeit und Liebe zum Leben unternehmen mußte, er hätte zum Minde ſten eine Entſchuldigung für ſich gehabt und nicht die Achtung verſcherzt. Die unſchuldige Kunſtnovize wäre