Teil eines Werkes 
3. Band (1875)
Entstehung
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Still iſt es geworden ringsum über den Culturen,

auf dem Lande gilt frühe Bürgerglocke, da gibt's kein

Nachtſchwärmen, dort iſt die Nacht noch zum Schlafen da. Wie ſo anders iſt es jetzt in den früher gewohn⸗ ten Kreiſen; es iſt ja erſt Mitternacht, da ſind wohl erſt kurz vorher die letzten Beſucher in den Klubb gekommen und von den jüngeren Leuten denkt, vollends gar in einer erquickenden Sommernacht, um dieſe Stunde keiner daran, ſich ſchon in das ſchwüle Bett zu legen. Jetzt ſitzen ſie wohl beiſammen, alle die Bekannten, rauchen wie die Schlote und mediſiren wie die alten Jungfern und erzählen Wahrheiten wie Münchhauſen, Fritz Beutel oder Gerſtäcker. Und Einer, überwältigt vielleicht von Langeweile, denkt an den abweſenden Lothar Sternenkron und frägt wohl auch nach ihm bei den Freunden, von denen einer dann vermuthlich ſuperklug zur Antwort gibt:O, das iſt ein infam glücklicher Menſch, denkt nur an den ſuper⸗ ben heurigen Sommer, den er frei und ungebunden als ſein eigener Herr auf dem Lande verlebt, indeß wir hier den Reſidenzſtaub ſchlucken und froh ſein müſſen, wenn wir kurze vier, ſechs Wochen Urlaub herausbetteln. Und die Uebrigen geben dem Redner Recht, für fünf Minuten wird der Einſiedler von Sternheim beneidet. Wenn's hoch kommt, ſo ſagt vielleicht ein Dritter: Schade doch, daß er fort iſt,

man konnte ihn, war's auch noch ſo ſpät, immer:

haben, wenn's an einem Spielpartner mangelte, und damit iſt für diesmal die Leichenrede wieder zu Ende.