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Frau Graf wollte ihn beruhigend unterbrechen, Aegidius litt es aber nicht.
„Jetzt laſſen Sie mich gefälligſt ſprechen,“ ſagte er mit Beſtimmtheit.„Sie ſind zu mir gekommen, weil Sie glaubten, daß ich Abſichten auf die Hand Ihrer Fräulein Tochter habe?“
„Nun ja doch, welches umſtändliche Fragen!“
„Ich denke ja aber gar nicht d'ran,“ verſicherte Aegidins.
„Was?“ ſchrie die entſetzte Mutter.
„Ich kenne ja Ihre Fräulein Tochter gar nicht.“
„Sie haben als Kind ſie ja ſchon gekannt,“ ant⸗ wortete Frau Graf.
„Als Schuljunge werde ich doch nicht an's Hei⸗ rathen zdaht haben?“
„Warum nicht? Man hat Beiſpiele—
„Ich bin kein ſolches Beiſpiel. Uebrigens erinnere ich mich ganz genau, daß ich ſelbſt als Schuljunge mit Ihrer Tochter ſo viel wie nie geſprochen habe, jedenfalls nichts von Liebe und Ehe, das war ſchon deshalb ganz unmöglich, weil ich, ehe ich von hier entwich, ein Junge, Fräulein Apollonia aber ſchon ſehr ein Fräulein war, das ſich damals mit einem ſo grünen Jungen gar nicht abgegeben hätte.“
„Sie werden unartig,“ enude. Mutter Graf auf.
„Ich ſage nur die Wahrheit;— ich kann mir doch nicht eine Braut amdrängen laſſen„die ich nicht kenne, von der ich kaum weiß, daß ſie auf der Welt iſt und die ſich jedenfalls eher zu meiner älteren Schweſter, wie zu meiner Frau eignet.“
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