Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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Wie? Sie wagen es, ſich zu gut zu halten für meine Apollonia, Sie Sie; in dieſem Augen⸗ blicke fiel der Frau Regentin ein, daß ſie das Spiel noch nicht verloren geben dürfe, deshalb drängte ſie die dem jungen Manne zugedachten Ehrentitel noch einmal zurück.

Laſſen Sie mich doch mit allen Urtheilen über Ihre von mir aus engelgleiche Tochter in Ruhe, rief Aegidius ärgerlich,ich will ja an ihren unübertreff⸗ lichen Tugenden nicht zweifeln, nur verlangen Sie nicht, daß ich ſie heirathen ſolle.

O, Sie Wüſtling, pfui, brach jetzt Frau Graf indignirt aus,ſo ſchamlos ſind Sie ſchon geworden, daß Sie es wagen, einer Mutter ſo ſchimpfliche An⸗ träge für die eigene Tochter zu machen?

Ich mache Ihnen gar keine Anträge, ſchrie Aegidius dazwiſchen.

So? Was denn? Alles, nur nicht heirathen ſagen Sie. Man kennt ſchon die jungen Herren, da

wird Alles hoch und heilig verſprochen und zuge

ſchworen und wenn dann ſo ein verrathenes und be⸗ thörtes Mädchenherz darauf dringt, daß ſeine Ehre hergeſtellt werde, ſo ſagen dieſe läſterlichen Verführer Alles, nur nicht heirathen.

Ich ſage gar nichts, als: ich will Ruhe haben.

Das hätten Sie früher ſagen und thun ſollen, nicht erſt jetzt, wo Sie mein armes Kind, dem Sie das unſchuldige Herz brechen wollen, in der Stadt Mund gebracht haben.

Ich?

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