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mehr verlieren. Ich dächte, Sie kämen heute nach Tiſch zu einem gemüthlichen Täßchen Kaffee zu uns, ſprächen ſich da mit Apollonia aus und wir könnten dann gleich alle ferneren Abmachungen treffen.“
Aegidius brach ſein Stillſchweigen noch immer nicht. Frau Graf wußte ſich daſſelbe nicht anders als mit demſelben Grunde zu erklären, den ſie ſchon als die Urſache des bisherigen Nichtbeſuches von Aegidius her⸗ ausgeklügelt.
„Haben Sie nur ja keine Befürchtungen, lieber Aegidius,“ ſprach ſie in beruhigendem Tone,„daß der fremde kranke Turner Sie und uns irgendwie ſtöre. Ja, wenn Ihnen ſeine fernere Anweſenheit in unſerem Hauſe vielleicht unangenehm ſein ſollte, ſo ſagen Sie es friſch heraus und er ſoll heute noch nach dem Krankenhauſe transportirt werden.“
Dieſe einem unſchuldigen Kranken drohende Bar⸗ barei ließ Aegidius ſein Vorhaben unverbrüchlichen Stillſchweigens brechen.
„Verehrte Frau Graf,“ ſprach er,„ich wüßte in der That nicht, was mich der kranke junge Mann in Ihrem Hauſe angeht und wie ich überhaupt dazu käme, über Dinge, die Sie allein kümmern, mir ein Urtheil zu erlauben. Jedenfalls könnte ein einfacher Höflich⸗ keitsbeſuch, den ich Ihnen abſtatten würde, es nicht rechtfertigen, die nothwendige Pflege eines Kranken zu ſtören.“
„Nun, wenn Sie nichts dagegen haben, wenn er bleibt, iſt's mir auch recht; ja es iſt mir noch lieber,
Reichner, Stürme im Waſſerglas. II. 11


