Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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„Daß er ſeit dem großen Geiger Mi— Mill—, ich weiß nicht wie der Mann geheißen hat—“

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„Du meinſt wohl die Geſchwiſter Milanollo,“ be⸗ 9 ſch

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lehrte Apollonia, die ſelbſt ihrer Mutter gegenüber die prächtige Gelogenheft, mit ihren Kenntniſſen aus dem Converſationslexikon zu glänzen, nicht unbenützt vorübergehen loſſen wollte.

„Meinetwegen,“ fuhr die Mutter fort,„alſo daß er ſeit dem gröfen Geiger Milanollo nicht mehr habe ſo geigen hören.“

„Milanolla waren ja zwei Schweſtern, Mutter,“ corrigirte Apollonia.

„Ach was, das iſt mir gleichgültig,“ließ ſich ungeduldig Frau Graf vernehmen,„das ändert an der Sache nichts.“

„Weshalb aber des Aegidius' Geigenſpiel ihn ver⸗ hindert haben ſoll, Jahr und Tag ein Lebenszeichen von ſich zu geben, iſt mir darum doch noch nicht klar,“ wendete die Tochter ein.

„Das kommt eben davon her, daß der Aegidius lange Jahre kinduich ſich in fremden Welttheilen um⸗ hergetrieben hat.— Es ſoll ſchauderhaft ſein, wie weit er herumgekommen ſei.“

„Es wird wohl nicht ſo gefährlich ſein,“ machte Apollonia—„ſo ein Menſch erlaubt ſich van auch ſeinen Scherz und lügt wenn er heimkommt d'rauflos, was nur möglich iſt.“

„Nein, nein,“ verſicherte die Mutter,„man weiß

das gar nicht von ihm ſelber, denn er ſcheint ſehr verſchloſſen, ſondern von einer ganz andern Perſon.“ „Von wem denn dann?“