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„Komm, Kind, laſſ' Dir erzählen, was der Vater aus dem Wirthshauſe Neues mit heimgebracht hat.“
Einen Moment befürchtete Apollonia, dieſe Neuig⸗ keit möchte im Zuſammenhange mit dem Schlußtableau auf dem Turnplatze ſtehen, bei dem ſie und Emil die beiden Hauptakteure geweſen, aber in dieſem Falle würde ſich die Mutter kaum in ſo behaglicher Weiſe ausgelaſſen haben.
Auch ihrerſeits geſpannt hörte Apollonia der rede⸗ luſtigen Frau Graf zu, als dieſe anhub:
„Erinnerſt Du Dich noch des kleinen Aegidius, der vor mehreren Jahren zur Erziehung beim Herrn
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Benefiziat Kölblich war?“
„Des liederlichen Bauernjungen aus Lindenzell, der davonlief und verſchollen iſt? Ja wohl erinnere ich mich dieſes Strolchs.“
„Kind, Kind, was ſprichſt Du da?“ mahnte die Mutter,„wenn Du erſt Alles wüßteſt—“
„Ich danke, Mutter, bin gar nicht neugierig zu erfahren, welche Stückchen dieſer davongelaufene Schlingel gemacht hat.“
„Aber ſo laſſ Dir doch ſagen, Kind,“ beſchwichtigte die Mutter,„der desaie iſt durchaus nicht verſchol⸗ len, ſondern iſt hierher zurückgekommen.“
„Auf dem Schub wohl als Landſtreicher?“ machte geringſchätzend die Tochter. Was konnte ſie, des Re⸗ genten Töchterlein, ſich für einen Menſchen intereſſiren, deſſen Vater ſie noch in der kurzen Bauernhoſe mit dem Dreiſpitz auf dem Kopfe hatte umhergehen ſehen?!


