„Sie ſind ein Spötter,“ wehrte Apollonia ab.
„Nichts weniger, als das. Wüßte ich das Mittel, durch das ſich Mohl ſo ſchnell in Ihr Herz ge⸗ ſchmeichelt, ich würde es jer tzt noch anwenden, trotzdem Sie Ihr Herz ſchon an dieſen Glückspilz verſchenkt, der in einem Tage mehr erreichte, als ich während der erden Dauer Ihrer Anweſenheit in der Hauptſtadt.
Sagen Sie mir Emil's Recept?“
Apollonia lächelte;— es gewährte ihr einen ſo ſüßen Triumph, hier Jemand klagen zu hören, daß ſie ihr gewidmete Huldigungen von ſich gewieſen hätte.
„Er hat gewiß nach gar keinem Recept ſich benom⸗ men,“ ſprach Apollonia,„ſondern ſich enten⸗ wie er iſt und— Sie wiſſen ja ſelber, Herr Hohl, was der Dichter ſagt:
Komm den Frauen zart entgegen Du gewinnſt ſie auf mein Wort.“
„Ah ſo,“ machte Hohl luſtig,„das war's, nun dann kann ich ja mit der Fortſetzung aufwarten.“
„Wie ſo?“
Und Hohl recitirte:
„Doch wer keck iſt und verwegen Kommt vielleicht noch ſchneller fort.“
Bei dieſen Worten hatte er raſch ſeinen freien Arm— mit einer Hand hielt er noch immer die Hand Apollonia's— um die Taille des Mädchens ge⸗ ſchlungen, dasſelbe feſt gegen ſich gedrückt und ſchnell geküßt.
„Aber Herr Hohl,“ rief die Geküßte. Sie wollte vermuthlich ein Bischen toben, aber am andern Ende
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